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Schneewittchen und der Ritter (Drehbuch)

von Louis de Lioncourt

Schneewittchen und der Ritter (Drehbuch)

Personen:
Erzähler
Schneewittchen
Blaubart
Pastor
Prinz
7 Zwerge
Spiegel



Szene 1
Schneewittchen und Ritter Blaubart stehen am Altar der überfüllten Kirche und werden vom Pastor getraut. Anschließend küssen die beiden sich. (Vohang)

Szene 2
Einige Wochen später im Schloss von Blaubart. Dieser muss für zwei Wochen auf Geschäftsreise und gibt Schneewittchen die Schlüssel für das ganze Schloss, untersagt ihr aber ausdrücklich den kleinen, silbernen Schlüssel zum Kabinett am Ende des Ganges zu benutzen. Ansonsten dürfe sie alles machen, damit sie sich wohl fühle. Blaubart verlässt die Bühne.
Der kleine, silberne Schlüssel zieht Schneewittchens Aufmerksamkeit auf sich, die erst zögert, aus Angst vor dem von Blaubart angekündigten Zorn, der sie ereilen würde, würde sie das Kabinett öffnen, sich dann aber doch entschließt aufzuschließen und einzutreten. Ein Bild des Grauens bietet sich ihr, der Boden ist bedeckt von Blut, in dem sich die (Kleider der) Frauen spiegeln, die Blaubart geheiratet und ermordet hatte. Vor Schreck lässt Schneewittchen den Schlüssel fallen. Sie hebt ihn auf und verlässt fluchtartig das Kabinett und rennt in ihr Zimmer, wo sie den Schlüssel von dem Blut befreien will, was ihr nicht gelingt. Sie verlässt das Schloss und läuft in den Wald, vergisst jedoch den Schlüssel in ihrem Zimmer. (Vorhang)

Szene 3
Schneewittchen erreicht im Wald eine kleine Hütte und betritt diese. In ihr befinden sich ein Tisch und sieben kleine Stühle. Sie isst von jedem Tellerchen etwas und trinkt aus den Becherchen. Schließlich legt sie sich in zwei der sieben kleinen Bettchen. Sieben Zwergen kommen ("Hey Zwerge, hey Zwerge, hey Zwerge, ho, hey Zwerge, hey Zwerge, go, go, go" singend gg) an ihrer Hütte an und zögern aufgrund der geöffneten Tür einzutreten. Sie gehen hinein und bemerken, dass jemand aus ihrem Becherchen getrunken (...) hat. Sie finden Schneewittchen und nach kurzer Diskussion darf sie bleiben.

Die Zwerge gehen zurück zu ihrer Mine und lassen Schneewittchen alleine zurück, die sich ans Aufräumen macht. (Vorhang)

Szene 4
Blaubart kommt schon eher zurück und findet nur das verlassene Schloss vor. Als er den blutbefleckten Schlüssel findet, wird ihm der Grund dafür klar und er geht zum Spiegel und fragt diesen nach der Schönsten im ganzen Land. Dessen Antwort lautet, dass die Königin die Schönste im ganzen Land sei, aber Schneewittchen bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen noch tausendmal schöner sei. Blaubart beschließt, sich zu verkleiden und die Vertretung für die "nette Dame" zu spielen, die durch den Wald zieht, "um Mieder zu verkaufen", und geht zu Schneewittchen, die auch sofort ein solches anzieht. Blaubart schnürt es zu eng, Schneewittchen bekommt keine Luft mehr und wird ohnmächtig. Blaubart verschwindet wieder und fünf Zwerge kehren zurück. Schnell finden sie die Lösung, warum Schneewittchen leblos auf dem Boden liegt und befreien sie von dem Mieder. Die anderen beiden Zwerge arbeiten weiter in der Mine, da sie eine vielversprechende Stelle gefunden haben.

Szene 5
Blaubart ist wieder in seinem Schloss und befragt den Spiegel erneut, erhält jedoch die gleiche Antwort.
(Da er schnell voran kommen will, verzichtet er auf den Kamm^^) Er verkleidet sich als Bauer, vergiftet einen Apfel und geht damit wieder zu Schneewittchen. Diese erkennt jedoch vor dem Biss in den Apfel Blaubart, da sein blauer Bart durchschimmert. Blaubart entschließt sich kurzerhand Schneewittchen mit auf das Schloss zu nehmen, um sie dort zu richten. Schneewittchen verstreut unterwegs Hühnerfutter, mit dem sie eigentlich gerade die Hühner füttern wollte, damit die Zwerge ihr folgen könnten. Zwei Zwerge kommen zu ihrem Haus, da sie sich um Schneewittchens Sicherheit sorgten.
Drei der anderen versuchen derweil ihre zwei Freunde zu retten, die nach einem Einsturz in den Minen gefangen sind. Die beiden Zwerge entdecken die Hühnerfutterspur und folgen ihr.
Auf dem Weg treffen sie auf einen Prinzen, der von einer jungen Dame gehört hat, die eine Haut so weiß wie Schnee, Lippen so rot wie Blut und Haare so schwarz wie Ebenholz haben soll. Die Zwerge erkennen in der Beschreibung Schneewittchen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu ihrer Rettung. (Vorhang)

Szene 6
Nachdem Blaubart Schneewittchen erklärt hat, dass sie sterben müsse, weil sie das Kabinett betreten habe, und Schneewittchen immer noch um ihr Leben fleht, macht Blaubart ihr eine Szene, dass sie ein (Schnee-)Flittchen sei und ihn mit Zwergen betrüge. Zum selben Augenblick erreichen der Prinz und die Zwerge Blaubart und Schneewittchen. Der Prinz und Blaubart tragen ein kleines "Streitgespräch" aus, ob es nun "Schneewittchen" oder "-Flittchen" heißt, in dessen Verlauf Blaubart durch das Schwert des Prinzen stirbt. Schneewittchen und der Prinz sehen sich in die Augen und erkennen ihre Liebe zu einander. (Vorhang)

Szene 7
Kirche, Prinz und Schneewittchen heiraten. Wahlweise können sie im kleinen Kreise (nur sie, der Pastor, die Zwerge, und die Eltern der Liebenden) oder mit dem gesamten Hofstaat feiern... Prinz und Schneewittchen küssen sich. (Vorhang)

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...

Severe, Louis de Lioncourt