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Reisebericht von Gwîndôr - Teil 1

von Silk

Teil Eins
Silbertal

Es begab sich, dass es unserer ehrenwerten Schulleitung wichtig war, mehr
über die Welt in der wir leben zu erfahren, also nutze ich, Silk, die Gelegenheit
und trat an Professor Louis de Lioncourt heran und bot meine Dienste an als
erfahrener Kundschafter und Historiker.

Lange Rede, kurzer Sinn: nach kurzer Zeit war die Erlaubnis für eine erste
Expedition in die neue Welt erteilt.

Auf meinem Weg begleitet mich die ehrenwerte Coralyne F. Mountbatten.
In einer schönen Sommernacht brachen wir auf und begaben uns von unserm
Berg aus in Richtung Osten. Wir beschlossen erstmal auf den zu erkennenden
Wegen und Straßen zu bleiben und nicht groß von diesen abzuweichen.

Wir zogen am Gebirge entlang gen Osten, eine unwirkliche Welt, gemacht für
ein hartes und unnachgiebiges Volk. Viele Vorurteile über Zwerge werden in
dieser Gegend glaubwürdig.

Wenig Leben sahen wir... gerade genug Wild für uns, sodass wir immer frische
Nahrung hatten. Einige Zeit zogen wir an einem Gewässer entlang.

Doch schon nach kurzer Zeit begann es immer kälter zu werden und Eis und
Schnee wanderte immer weiter die Berge hinab, bis wir durch eine
eingefrorene Welt liefen.

Eines Abend sahen wir den Zugang zu einer Höhle und Coralyne und ich kamen
zu dem Schluss, wir sollten hier mal nach Zwergen Ausschau halten. Doch
bevor wir uns der großen Höhle weiter nähern konnten bewegte sich ein
Schneeberg neben dem Eingang und breitet seine Flügel aus – Isroth - der
weiße Drache. Seine Schuppen glänzten wie frischer Schnee und so
majestätisch sein Anblick auch war, nähern wollten wir uns ihm nicht.

In beidseitigen Einverständnis zogen wir dann doch weiter nach Osten.
Dies war eine weiser Entschluss. Keinen Tagesmarsch von der Höhle des
weißen Drachen entfernt trafen wir auf einen Zwerg. Dieser erzählte uns nach
einiger Überzeugungsarbeit und einem Flachmann voll Schnaps von einigen
Orten in unserer Nähe, die wir noch erkunden könnten.

Er berichtete, wie sollte es anders sein, erstmal von einigen berühmten
Gasthäusern, von dem hier nur das 'Zwerg'n'Brau' erwähnt sei, das, so wie ich
es verstand, südlich von Dol Morgul liegt. Na ja... ich hoffe der Zwerg war nicht
zu betrunken, als er die Richtungensangaben machte.

Dann erzählte er uns von Orten, die ganz in unser Nähe seien. Die Namen, die
er nannte, waren Erzgrund im Süden, er erwähnte, hier gäbe es eine Bucht
und das Klima wäre sehr mild. Dann die Hauptstadt der Zwerge, Graubund.
Hier residieren die Zwergenfürsten, südwestlich von Dol und südlich von der
Stelle wo wir gerade waren, würde es zu finden sein, so meinte er.

Für uns von Interesse war, dass wir weiter östlich auf ein Ort namens Silbertal
stoßen sollten, ein Ort wo Hauptsächlich Elben leben sollen.
Ich bin gespannt, ob wir diesen Ort finden werden.

Nach nicht ganz einem Tag würde die Straße der wir folgten immer besser aber
bei unsern Nachtmärschen trafen wir keine weiteren Reisenden an, was uns
nicht verwunderte.

Einige Nächte später errichten wir dann ein Tal, das sich vor uns öffnete und
im Licht des vollen Mondes verstand ich sofort, warum dieser Ort Silbertal
heißt. Mehren Bäche fallen von den Bergen hinab in eine Bucht und im Licht
des Mondes sah es aus wie geschmolzenes Silber, das sich dort sammelt.

Die Gebäude sind von unglaublicher Zartheit und wirken zerbrechlich, teilweise
waren sie direkt um die in das Tal stürzenden Bäche gebaut und hingen wie
Schwalbennester am Fels. Die Zinnen der Stadt waren versilbert und das
Mondlicht glänzte auf ihnen.

Coralyne war die erste von uns beiden, die den großen Turm im Zentrum
Bemerkte. Besonders fiel ihr die Plattform zum beobachten des
Sternenhimmels auf, die ihn krönte.

Wir machten uns zügig auf den Weg in die Stadt um Unterkunft zu finden.
Erstaunlich war, dass es keine wirklich nennenswerte Mauer oder Wachen gab,
die Maure die ich sah schien mehr Zierde zu sein, als Schutz zu bieten. Eine
Stimmung voller Frieden und Ruhe schien über diesem Tal zu hängen.

Schnell war eine Gasthaus ausgemacht und man lies uns ein. Da sahen wir
zum ersten mal die Elben hier in Gwîndôr.

Sie ähneln sehr unsern altbekannten Elben und wir dachten schon wieder in
Mittelerde zu sein, so sehr vertraut waren diese Wesen uns beiden.
Nach einer Kurzen Nacht machte ich mich auf den Weg um die Stadt bei
Tageslicht zu erkunden.

Überall sah ich Läden in den Bücher, Schriftrollen und anderes verkauft wurde,
was wir auch für unsere Schüler gebrauchen könnten, na ja... und sicher auch
so einiges für die Lehrer.

Die Elben blickten mich neugierig aber nicht unfreundlich an und einige fragten
mich, woher ich käme und was ich hier suche. Ich antwortet ehrlich und ernte
große Neugier für unsere Schule, doch nicht nur positive Sachen würden mir
dazu gesagt.

Die Gespräche mit den Elben waren aber nicht nutzlos für uns. So erfuhr ich,
dass Silbertal nicht nur schön ist sondern, wie der Zwerg schon sagte, ein
Quell des Wissens ist und der Turm, der Turm der Weisheit genannt wird, das
Zentrum der Weisheit von Gwîndôr ist, den selbst die Zwerge zu rate ziehen.
Hier kann man vieles studieren, Naturwissenschaften, Geschichte und Magie,
wir sollten hier eine Zweigstelle von Dol Morgul einrichten um hier einen Basis
zu haben in der wir lernen und lehren können..

Einige Händler mit den ich redete machten mich aufmerksam auf die
Edelsteine, sie waren wunderschön und es gibt sie in allen Formen, Farben und
Verarbeitungszuständen. Vom rohen Edelstein bis zur Diamantkrone.

Ich konnte mich kaum satt sehen an all diesen Wunderdingen und den
Büchern. Hier werde ich auf jeden Fall wieder herkommen wenn ich mehr Zeit
habe.

Wir erkundeten die Stadt zwei Nächte und Tage und entdeckten viele
Interessante Läden und Orte an denen man Wissen erwerben konnte, und wir
erstanden eine Karte von der Gegend.

Dort verzeichneten wir gleich unseren neuen Wohnort und die Eishöhle.
Nach drei Tagen und vielen neuen Bekanntschaften die hier aufzuzählen den
Rahmen des Berichtes sprengen würden, machten wir uns auf den Weg nach
Süden, zu einem Ort der Goldhain heißt und von dort weiter in einen Großen
Wald, in dem neuerdings Merkwürdiges geschehen soll.