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Riesen


playbar
Autor Mirai (Mitwirken erwünscht)
Wesenheit: natürlich
Spezies: menschlich
Übergeordnete Rasse: Einzigartige
Herkunft: Gwîndôr, Mittelerde, Gaia

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Aussehen

Riesen sind in Gwîndôr nur noch sehr selten anzutreffen, und so riesig wie manch einer nun glauben mag, sind sie auch nicht. In der Regel sind Riesen um die 5 Meter gross, haben breite Schultern, dicke Oberarme, einen schmalen Torso und dann wieder dicke Waden. Sie haben oft eine gräuliche Haut und kaum Haare auf dem Kopf, dafür sind lange weisse Bärte nicht selten – fehlt dieser kann man sich nicht wirklich sicher sein, ob der Riese männlich oder weiblich ist, da weibliche Riesen kaum eine Oberweite aufweisen… Oder sie wird einfach durch die Haltung kaschiert. Sie gehen nämlich aufgrund ihres Körperbaus oft leicht geduckt, ihre Arme sind dabei länger als proportional normal, so dass sie die Handrücken, in der normal schleppenden Haltung, oft am Boden nachschleppen.


Verhalten & Lebensraum

Es gibt kaum mehr Riesen, die noch reden können, um ehrlich zu sein gibt es quasi nur noch Geschichten darüber, wie sie die gwîndôrianischen Sprachen einst beherrschten. Wie alt so ein Riese wird, weiss niemand so richtig. Sie leben meist in kleinen Gruppen von bis zu 4 Riesen zusammen und bewirten grosse Acker an Bergfüssen und betreiben Viehzucht. Ab und an geschieht es, dass einer aus der Gruppe, mit einem grossen Karren, Ware in eine grössere Stadt bringt, wobei sie jedoch kein Geld dafür verlangen, sondern Tauschhandel vollführen. Neue Werkzeuge sind ein beliebtes Tauschgut bei Riesen, da sie sonst kaum etwas anderes brauchen. Riesen leben unter freiem Himmel, ziehen sich bei Unwetter jedoch in Höhlen oder Felsspalten zurück. Obwohl man sie wegen ihrer fehlenden Worte und ihrer primitiven Lebensweise als dumm bezeichnen könnte, sind sie bei weitem nicht so eingeschränkt wie Trolle. Sie kümmern sich trotz ihrer Grösse liebevoll um die viel kleineren Tiere, sorgen dafür, dass sie bei Regen einen Unterschlupf und bei Sonne einen Schattigen Platz haben, so wie sie stets um genug Futter und Wasser bemüht sind. Wenn extrem kalte Zeiten kommen legen sich Riesen einfach schlafen. Dieser Schlaf kann bis zu 6 Monaten dauern, wobei sie gerne von Pflanzen überwuchert werden. Nach einem Monat des Schlafs reduziert sich die Atmung auf ein Minimum, und die Haut wird steinig. Vermutlich sieht man deswegen so wenige von ihnen – man nimmt sie einfach nicht wahr.


Fortpflanzung

Über die Fortpflanzung ist nichts bekannt, das liegt wohl am fehlenden Interesse, Riesen dabei zu beobachten, und daran, dass es nicht wirklich Beweise oder Schriften über Riesen-Kinder gibt. Genau so wenig gibt es über die Sexualität von Riesen zu erzählen. Da es jedoch geschätzt nur noch ca. 40 ihrer Art gibt in ganz Gwîndôr, kann man davon ausgehen, dass sie in der Hinsicht nicht sehr aktiv sind.


Verhalten

Riesen sind im Grossen und Ganzen freundlich, wenn man sie nicht angreift. Greift man sie hingegen an rammen sie einen ungespitzt in den Boden und wenden sich dann ihrem Alltag wieder zu.


Legenden

Lange bevor die Drachen Gwîndôr beherrschten, lebte eine junge Frau in einem Dorf, welches jenseits des heutigen Schattenwaldes lag. Die Bewohner nannten sie Sîdh, da sie so friedlich war und keinem etwas zu leide tat. Jedoch war Sîdh auch sehr leichtgläubig, wie die meisten fanden, denn sie glaubte fast jede Geschichte, auch jede Lüge, welche man ihr erzählte.


Als eine lange Dürre das Dorf heimsuchte und die Vorräte knapp wurden, suchte man nach Freiwilligen, welche auszogen, um in umliegenden Dörfern und Städten Hilfe zu erbitten. Sîdh erklärte sich bereit auszuziehen und als die Bewohner fragten, wo sie hin wolle erklärte sie: "Zu den Riesen. Sie werden uns sicher helfen." Die Bewohner lachten schallend, doch ließen sie Sîdh gehen. Mancher hoffte insgeheim darauf, dass die junge Frau nicht zurückkehre, da man sie für verrückt hielt und Verrückte konnten gefährlich sein.


Sidh wanderte los, fort vom Schattenwald und ihrem Dorf, hin zum Berg Taen, welcher drei Tagesmärsche entfernt lag. Drei Tage wanderte Sîdh. Als sie am Abend des dritten Tages aus einem kleinen Wald trat erstreckte sich vor ihr ein riesiges Feld, welches mit Rergen bestellt war. Erleichtert, zumindest ein Feld gefunden zu haben lies die junge Frau sich auf der Erde nieder und schloss erschöpft die Augen, ihre Kehle brannte, da sie seit einem Tag keine Wasserquelle gefunden hatte und ihr Magen knurrte, da sie am Morgen ihre letzten Nahrungsmittel aufgebraucht hatte.

Kurz bevor Sîdh jedoch das Bewusstsein verlor, bebte der Boden. Erschrocken fuhr Sîdh vom Erdboden hoch und ihre Augen weiteten sich, als sie sah, was auf sie zukam.

Ein Wesen, größer als ein Haus, mit gräulicher Haut und gedrungener Haltung lief auf sie zu, seine Schritte brachten die Erde zum beben und seine Hände schliffen hinter ihm durch die Rergen nach.

Nun konnte Sîdh sich zumindest erklären, warum zwischen den Feldern so breite Furchen waren. Erschrocken wich Sîdh ein wenig nach hinten aus. Der Riese blieb stehen und sah auf sie hinunter, Sîdh sah zu ihm hinauf und zitterte leicht vor Angst. "Ich... ich brauche Hilfe." stammelte sie leise.

Der Riese beugte sich weiter nach vorne und Sîdh wich weiter zurück, der Riese kippte vorn über und landete bäuchlinks in der Furche, der Kopf lag vor Sîdh auf dem Erdboden und rundliche, dunkle Augen blickten sie an.

"Sprich lauter, sonst verstehe ich dich nicht." donnerte die Stimme des Riesen freundlich und Sîdh setzte sich vorsichtig vor den Riesen. "Mein Dorf, es wird von einer Dürre bedroht und nun brauchen wir jemanden, der uns hilft, diese Dürre zu überstehen.", erklärte sie und der Riese blinzelte sie an. "Ich werde dir helfen." sagte er und lächelte. So unheimlich Riesen auch aussehen mochten, sie waren keine Ungeheuer, sondern hilfsbereite Wesen.

Der Riese brachte Sîdh über das Feld zu seinen 3 Freunden und versorgte Sîdh mit Nahrung und Wasser. Während Sîdh schlief, ernteten die Riesen die Felder ab und packten die Waren auf einen großen Karren. Am nächsten Morgen bedankte sich Sîdh bei den Riesen und setzte sich auf den Karren. Der Riese, welcher ihr zuerst begegnet war, würde sie zurück in ihr Dorf bringen.

Die Bewohner von Sîdh Dorf trauten ihren Augen nicht, als sie den Riesen sahen, zuerst bekamen sie große Angst, doch als sie Sîdh auf seinem Karren erkannten waren sie froh und doch überrascht. Die anderen Kundschafter waren mit leeren Händen zurückgekehrt, doch die Frau, an welche kaum jemand geglaubt hatte, kam mit so vielen Waren zurück, dass es für das ganze Dorf ausreichte, bis die Dürre vorbei war.

Die Riesen wurden gefeiert und einmal im Jahr wurde ein Bewohner des Dorfes ausgesandt, um den Riesen Werkzeuge zu bringen, als Dank für die Rettung des Dorfes. Sîdh war eine Heldin und bis zu ihrem Tod, verspottete man sie nicht mehr, wenn sie auszog um nach mystischen Gestalten zu suchen.