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Zurna'va


bedingt playbar
Autor Sam (Mitwirken in Absprache)
Wesenheit: natürlich
Spezies: menschlich, elementar
Übergeordnete Rasse: Menschen
Herkunft: Gwîndôr

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Ein magiebegabtes Volk aus dem Norden Gwîndors. Sie beziehen ihre Magie aus in ihren Nacken eingesetzten Fokuskristallen.


Aussehen

Jeder Zurna'va hat die exakt gleiche Augenfarben: Dunkles Türkis. Auch allen Zurna gleich ist, dass ab dem einundzwanzigsten Lebensjahr ein in Gold oder Silber gefasster Edelstein in ihren Nacken eingelassen wird, den sie niemals verhüllen. Davon abgesehen unterscheidet sie nichts von einem normalen Menschen. Im Alltag tragen sie Kleidung, welche, abhängig von Stand und Rang innerhalb des Volkes, von einfachem Leinenstoff zu edlen Seidenkleidern- und Gewändern reichen.

Fähigkeiten

Die Zurna sind ein sehr magieaffines Volk. Zurna'va erlernen jedoch stets nur eine einzige Schule der Magie, um die Balance der arkanen Kräfte innerhalb der Gesellschaft aufrecht zu halten.

Ihre magischen Fähigkeiten werden durch die Kristalle in ihren Nacken verstärkt, und werden sehr stark geschwächt, wenn der Stein entfernt, beschädigt oder verhüllt wird.
Im Fall einer Beschädigung oder unsachgemäßen Entfernung kann das soweit gehen, dass das Hirn des Betroffenen von einem magischen Impuls gebraten wird.

Als Resultat der Wichtigkeit dieser Edelsteine verstehen sie sich meisterlich auf deren Abbau und Verarbeitung.

Andere Schwächen und Stärken dieses Volkes sind sehr individuell, wie es auch bei normalen Menschen der Fall wäre.

Verhalten

Aufgrund der stark durch den Magierkult "Mirauna" geprägten Vergangenheit der Zurna hat sich eine gewisse Arroganz in das kollektive Verhalten ihrer Gesellschaft eingeschlichen. Sie sehen sich als kleines, auserwähltes Volk das von ihrer Gottheit gesegnet wurde um ihren Willen auszuführen.
Gegenüber anderen Völkern zeigen sie sich diplomatisch, da der Handel ein wichtiger Teil ihres gesellschaftlichen Lebens ist.

Lebensart

Die aktuell einzige Stadt dieses Volkes wurde in die Flanke eines großen Berges geschlagen und heißt Diam. Sie sind harsches Klima aus ihrer ursprünglichen Heimat, einer Insel irgendwo im Meer, weitab der Küste, gewohnt. Das Leben der Zurna verläuft größtenteils in geregelten Bahnen, denn auch wenn ihnen persönliche Freiheiten gelassen werden, ist die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen größtenteils durch die kultistische Religion festgelegt. Solange sie nicht getötet werden, können Angehörige dieses Volkes bis zu 120 Jahre alt werden, was vermutlich an der permanenten Verbindung zur Magie der Steine in ihren Nacken liegt.

Die Fortpflanzung erfolgt exakt wie bei Menschen, Verbindungen mit anderen Völkern oder auch Rassen sind nicht verpönt, solange die "angeheirateten" sich der Kultur anpassen.

Viele Berufe der Zurna drehen sich um den Bergbau. Bergarbeiter, Edelsteinschleifer, Goldschmiede, Kohlegräber, solcherlei Dinge. Da die Stadt fast völlig autark agiert, wird am Fuß des Berges auch Feldarbeit betrieben, viel gejagt und in den umliegenden Bergseen gefischt.

Die soziale Struktur ist exakt festgelegt und bemisst sich am Rang innerhalb des dominierenden Kultes. Je wichtiger, desto mehr Respekt kann der Einzelne einfordern

Kultur und Rituale

Wie bereits erwähnt wird die Kultur der Zurna von ihrer Religion dominiert. Die Mirauna haben die politische und spirituelle Kontrolle über das gesamte Volk. Und wie jede Religion hat auch diese einige Traditionen und Rituale hervorgebracht. Jedes Kind wird drei Tage nach seiner Geburt dem ersten Ritual unterzogen, welches sich "Diam Nabin" nennt. Dem Kind werden Zeilen der Heiligen Texte mit einer Mischung aus Wasser und Asche auf die Haut gezeichnet, begleitet von rituellen Gesängen. Das Ritual, wörtlich übersetzt "Diams Willkommen", weiht das Kind der Göttin Mira und dem Dienst an Diam und den Mirauna. Es wird auch an Zuwanderern vollzogen.
Die soeben genannten rituellen Gesänge sind auch deren Morgen- und Abendgebet und dürfen nicht vernachlässigt werden. Das weitaus wichtigste Ritual ist „Mira N’anem", was mit "Miras Segen" oder "Miras Stolz" übersetzt werden kann. Es wird im 21 Lebensjahr vollzogen und bedeutet die Anerkennung als Erwachsener. Während des Rituals wird der Körper des betreffenden Zurna mit den Zeilen der vormals erwähnten rituellen Gesänge beschrieben (wie schon bei Diam Nabin), und ein gefasster Edelstein, den man als Fokuskristall bezeichnet, in die Haut des Nackens eingesetzt – in einigen Fällen wird sogar versucht, den Stein direkt in den Knochen der Halswirbelsäule zu setzen. Dieser Eingriff geschieht unter vollem Bewusstsein und ohne jede Betäubung. Verliert ein Prüfling das Bewusstsein wird er als noch nicht bereit angesehen. Verweigert er das Ritual aus Angst, wird er verbannt und seinem Schicksal überlassen.

Hochzeiten der Zurna laufen recht unspektakulär ab; die Verlobten tauschen Ringe, wie es in vielen Kulturen üblich ist; man übernahm diese Tradition, um intervölkische Ehen zu vereinfachen.

Stirbt ein Zurna'va, so wird er in den Minen begraben. Auf diese Weise soll seine Kraft wieder auf die Kristalle übergehen, von denen er sie geborgt hat, während seine Seele zu Mira aufsteigt.

Um Mira einmal genau zu erklären: Die Mirauna nennen sie die "Richterin mit dem grimmigen Gesicht", und ihre Verehrung begründet sich aus einer alten Angst. Die ursprüngliche Heimat der Zurna, eine Insel im Norden, wurde einige Zeit nachdem sie sich vom Rest ihres dort Lebenden Volkes abgespalten und ihre Stadt im Berg errichtet hatten, von einem gewaltigen, unerklärten Mahlstrom verschlungen; in dieser Zeit ergriffen die Mirauna die Macht und predigten, das Mira sie auf diese Art gewarnt habe ihren verschwenderischen Lebensstil aufzugeben. (Mehr dazu im Unterpunkt Geschichte). Bis heute ist nicht einwandfrei geklärt, ob Mira tatsächlich existiert.

Geschichte

Die genaue Herkunft der Zurna findet wie bereits erwähnt ihre Ursprünge auf einer Insel im hohen Norden, wo sie sich von einem weit größeren Volk abgespaltet hatten. zu dem sie auch noch einige Zeit händlerische Beziehungen pflegten, und das ohne ihr Gehen keinen Platz mehr auf der Insel gehabt hätte. Die Stadt Diam wurde zunächst am Fuß eines Berges errichtet, den sie Felsenkrone nannten. Diam bedeutet einfach nur „groß“ und sollte den Wunsch zum Ausdruck bringen, dass die Stadt bald wachsen würde.
Die ersten Jahre blieb es friedlich um das damals noch namenlose, stetig wachsende Volk; Konflikt herrschte nur mit der Natur und den wenigen aggressiven Gebirgsbewohnern. Diam wurde mehrfach durch Stürme und Steinschläge beschädigt, was schließlich dazu führte das die Zurna begannen, ihre Wohnungen in den Fels zu schlagen – eine Methode, von der man glaubt dass sie sie aus ihrer alten Heimat kannten. Jahr um Jahr wurde mehr Stein abgetragen, bis schließlich eine gesamte Stadt im Hang des Berges zu finden war. Und diese Zeit, in welcher die Zurna an ihre neuen Lebensumstände gewöhnten, war die, in denen die ersten Stimmen von Göttern und Vorbestimmung laut wurden. Denn während der Arbeiten hatte man immer wieder Dinge gefunden, die man aus der alten Heimat nicht kannte. Erze und Edelsteine von solcher Schönheit, dass sie für die einfach gestrickten Leute ein Zeichen sein mussten, hier zu bleiben und zu wachsen. Später würde, wie gesagt, grade den Edelsteinen eine besondere Rolle in der Kultur der Zurna zufallen. Zunächst jeoch dienten sie nur dem Handel mit dem alten Volk im Norden und untereinander.
Die Religion, die dieses Volk verändern sollte, begann als kleiner, verlachter Kult, dessen Angehörige glaubten, ihre Ahnen seien von einer höheren Macht aus der Heimat im Norden zu den Bergen gerufen worden. Sie nahmen an, die Schätze des Berges wären Relikte dieser höheren Macht und dürften als solche selbstverständlich nicht verkauft und getauscht werden. Die Angehörigen des Kultes kleideten sich schlicht, wo der Rest der Zurna Gefallen an teuren, noblen Dingen fand, den man durch den Handel gewann.
Und so wäre es vermutlich auch geblieben – ein wohlhabendes Volk, welchem an nichts mangelte und welches gute Beziehungen zu jedem pflegte, der sich in der Nähe ihrer Bergstadt niederließ. Doch das Schicksal – oder eben eine Gottheit, wie gewisse Kultisten sagten – meinten es anders. Dreißig Jahre nachdem die Stadt Diam in den Berg geschlagen worden war, kehrte eine Handelskolonne zurück aus dem Norden. Sie waren dort gewesen, um wie üblich mit der alten Heimat Handel zu treiben, und mit allen, die sie auf dem Weg trafen. Doch diesmal kamen sie mit leeren Händen zurück, denn, so berichteten sie: Die alte Heimat im Norden gab es nicht mehr. Die Insel, wo die Reise der Zurna begonnen hatte, war schlicht und ergreifend nicht mehr dort; an ihrer statt klaffte ein Loch im Wasser, und ein Tosen erfüllte die Luft wo früher die weißen Möwen freudig gekrächzt, und den Leuten die Sehnsucht nach dem Meer gelehrt hatten. Wie man sich nun vorstellen konnte, war das ein Schock. An Handel war nicht mehr zu denken, und viele betrauerten den Verlust von Verwandten, die vor all der Zeit auf der Insel zurückgeblieben waren. Und in dieser Zeit allgemeiner Unsicherheit und Betrübnis, sahen die Kultisten, sie hatten sich inzwischen Mirauna getauft, ihre Stunde. Ganz sicher wissen einige, was eine einzige Rede mit dem Herzen einer guten, aber betrübten und verwirrten Person anrichten kann. Hier möchte ich niederschreiben, was die Mirauna in diesen Tagen auf dem Marktplatz und in den Straßen Diams verkündeten:

„Volk von Diam, ihr seid gewarnt worden. Dreißig Jahre lang haben wir gesprochen: Versetzt nicht, was euch so großzügig geschenkt wurde!; doch ihr hörtet nicht. Ihr gabt die Erze und edlen Steine, die uns im Berg erwarteten, fort ohne nachzudenken! Ohne einzuhalten! All die verschütteten in den Minen, all die verlorenen Glieder und Leben, all das war euch nicht Weckruf genug - und so habt ihr eine letzte, laute Warnung erhalten: Ihr habt verloren, was euch Wohlstand brachte, den Handel den ihr so sorglos getrieben habt! Und alles, was ihr in der alten Heimat ließet! Höret nun, wenn wir sagen: Mira ist zorning, und ihr tragt die Schuld!“

Auf die Machtergreifung der Mirauna folgte ein Wandel im Denken; man lebte Bescheiden statt verschwenderisch, übte sich in religiösem Eifer und in Demut, Angst vor einer Gottheit die man bis dahin nichteinmal kannte. Und dies war der Shianma Diam, „der große Bruch“, wie man es später nannte, denn in dieser Zeit übernahmen die Mirauna die Stadt, und das Volk bekam den Namen „Zurna“, was soviel bedeutet wie "Zorngepeitscht".

Was nun das Denken der Zurna erneut änderte, war die Entdeckung der magischen Eigenschaften der Edelsteine, die später die Fokuskristalle werden würden. Die Entdeckung dieser Eigenschaft nämlich, wurde als Zeichen von Miras Wohlwollen gedeutet, stärkte den Glauben des Volkes aber ließ deren demütige Haltung schwinden. Schnell wurden sie stolz, fast arrogant, und begannen sich selbst als Willen Miras zu verstehen. Und somit war alles, was sie taten, völlig legitim, zumindest solange man sich an die Vorschriften des Kultführers hielt, der als direkter Draht zur Göttin gehandelt wird. Aus dieser Sichtweise erwuchsen ein gewisser Hang zur Prunksucht, zur Kunst und zu all den Dingen, welche die Mirauna vorher verteufelten: Luxus, Wohlstand und Überfluss, den man sich nun zu verdient haben glaubte.

Politik

Wie aus all dem deutlich hervorgeht regieren die Mirauna bedingungslos. Niemand zweifelt die Worte des Kultführers an, und sollte es doch jemand tun, kann es geschehen dass er verschwindet oder verbannt wird.
Die Zurna unterhalten noch immer diplomatische Verbindungen zu Handelspartnern, und gehen auch mit neuen Bekanntschaften diplomatisch um; sie reagieren jedoch sehr schnell aggressiv wenn man sich abfällig oder kritisch über ihren Glauben äußert, und brechen in solchen Fällen schnell einen Streit vom Zaun oder bis dahin blühende Handelsverbindungen ab.

Religion

Da der Kult monotheistisch ist, existiert für die Zurna nur ein einziger Gott, nämlich besagte Mira. Sie wird als Frau mit grimmigem Blick dargestellt, in Seide gekleidet, einen Edelstein in der rechten Hand. Ihr wird nachgesagt, diejenigen die sie Verärgern mit Naturkatastrophen zu bestrafen.