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Schandmaul

Schandmaul Nummer 49

Die Weltenlüge

Einst landeten wir einsam und verzweifelt in dieser Welt, heimatlos durch gefährliche Experimente des XXH II.
Mutlos wanderten wir umher, hatten jeglichen Grund zur Freude verloren, als uns eine neue Aufgabe zugetragen wurde: Einer Prophezeiung nach sollten wir den Schwarzen Berg fortan unsere Heimat nennen, nachdem zuvor viele an seiner Bezwingung gescheitert waren.
Unser Schicksal lag nicht mehr in den größenwahnsinnigen Händen eines Einzelnen (XXH II. Anm. der Red.), es war die Vorhersung einer größeren Macht, die die Welten lenkt.
Ein neues Zeitalter der Hoffnung brach an, als die Steine sich zusammenfügten und das Schloss erwuchs. Neue Wesen beehrten uns mit ihrer Ankunft und für eine Weile schien sich die Prophezeiung zu erfüllen, bis XXH II. erneut Unglück über uns brachte.
In seinem Größenwahnsinn grub er zu tief und befreite die schlafende Hexe Concratia, womit er beinahe einen weiteren Weltuntergang verursachte, da eine Magie-Epidemie um sich griff (wir berichteten).
Durch genauere Erforschung Concratias Gefängnisses wurde ein Trupp aufmerksamer Forscherlinge auf ein seltsames Buch hingewiesen, das von einer vergangenen Stadt erzählt.
Bereits damals beschlichen uns ungute Vorahnungen.
Beunruhigt zogen die Forscherlinge – unter ihnen Luna de Lioncourt, Enkelin des XXH II. und derzeitige Verwahrerin des Buches – los um den Gerüchten auf den Grund zu gehen.
Das Buch sollte Recht behalten und die Gruppe zu einem magisch verborgenen Eingang führen, hinter dem ein langer Gang tief in den Berg führte.
Diesem Gang folgend entdeckten die Forscherlinge eine längst vergangene Zwergenstadt, die dank Seiji Cupiditas Hilfe nun auch angemessen erleuchtet ist.
Bei der Erkundung der Kanalisation der Stadt stießen die mutigen Forscherlinge dann auf fremdes Leben. Eine rülpsende Schlucht trennt uns von den unbekannten Wesen mit den übernatürlichen Fähigkeiten.
Der Diplomat Kaname Kuran arbeitet derzeit mit Hochdruck an einer Verbindung zu diesem Volk, doch bereits jetzt steht fest: Die Prophezeiung hat sich als falsch herausgestellt und der Schwarze Berg ist keineswegs unbewohnt.
Die Forscherlinge selbst wollten darüber keine Auskunft erteilen, sahen aber zutiefst verängstigt aus, vermutlich weil die Schulleitung sie unter Strafe zum Schweigen verdammt hat.
Auch aus Graubund erreichte uns bis Redaktionsschluss keinerlei Äußerung zu den Vorfällen, jedoch ist die Gwîndorianische Gewerkschaft für Kanalisationsleben auf den Fall aufmerksam geworden und kündigte einen baldigen Besuch an.
Die unerschrockenen Reporter des Schandmauls werden Euch auch weiterhin auf dem Laufenden halten!