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Die Jahre des Zorns - Artikel 1

2012 – Als die Welt in Scherben lag.


Eintrag 1

Wenn ihr dies lesen könnt, gehört ihr zu den Glücklichen, die die vergangenen Stunden lebend überstanden haben, und was noch wichtiger ist – zu denen, die Dol Morgul folgen konnten.

Viele von euch sind wahrscheinlich verunsichert und wissen nicht, was vorgefallen ist. Nun... selbst wir wissen es nicht genau. Wir – das ist euer langjähriger Freund, das Schandmaul-Magazin. Waren wir einst als Schundblatt verpönt, haben wir es uns nun (oder zumindest für die Zeit der Not) zur Aufgabe gemacht, euch über die neuesten Ereignisse in Dol Morgul in Kenntnis zu setzen.

Nun meine Freunde, wie ihr sehen könnt, ist nicht viel von dem übrig geblieben, was einst unsere heiß geliebte Schule war. Und wer den Blick gen Horizont richtet, wird auch feststellen, dass von Rhûn, oder Mittelerde jedes Staubkorn fehlt. Offiziellen Aussagen zufolge wurde Dol Morgul durch ein schwarzes Loch in eine andere Gegend (oder gar Welt?) verschleppt, doch der Reihe nach:

Am 25.07.2012, nach Muggelrechnung, erschütterte ein schwerer Schlag die Schule. Augenzeugen berichten davon, dass 3 bis dahin unbekannte Drachenwesen aus den Gehegen ausgebrochen sind, die nebenbei bemerkt niemand geringeres gezüchtet hat als Professor Xaros Xerxes Holaya II., Schulleiter und Gehegeleiter, höchstpersönlich. Die Drachen schienen sich gegenseitig zu bekämpfen, schließlich zerstörten sie in ihrer Wut große Teile des Gebäudes.

Wiederum andere Augenzeugen, die das fragwürdige Glück hatten, näher am Geschehen zu sein, berichten, dass zwischen den drei Drachen ein großer, mysteriöser Sog aus Energie entstand, den wir fortan als schwarzes Loch bezeichnen. Alles, was nicht niet und nagelfest war, wurde darin auf nimmer wiedersehen aufgesogen.

Als es gerade zu eskalieren drohte, bot uns Louis de Lioncourt, Schulgründer und begnadeter Chaosmagier, einen Arresto Momentum Zauber, der seinesgleichen sucht. Die Zeit stand still und Professor Holaya nutzte den Moment um die Drachen auf magische Art zu besänftigen. Doch es war zu spät. Durch die nun implodierende Energie des schwarzen Loches war Dol Morgul im Begriff, in seine Einzelteile zerlegt zu werden!

Jedoch zum Glück nur beinahe, denn Colophonius Regenschein, allseits als gutmütiger und gerechter Magier beliebt, hatte ebenfalls nicht tatenlos zugesehen. Um alle Überlebenden, die er in den Trümmern der Schule auftreiben konnte, legte er einen magischen Kreis und apparierte mit ihnen fort.

Firedragon, seinerseits Urdrache und Schulleiter im Zeichen Agrippas, war zu seiner vollen Größe herangewachsen und stürzte sich todesmutig in das schwarze Loch, das bereits einen Großteil der Schule aufgesogen hatte und rettete Professor Holaya und Professor de Lioncourt, sowie die hier erwähnten Augenzeugen vor dem sicheren Tod.

Aufgrund des schwarzen Loches gerieten wahrscheinlich die Phasen der Welt durcheinander und so landeten alle Überlebenden – das Schandmaulteam eingeschlossen – an diesem neuen, uns unbekannten Ort.

Erste Kundschafter berichten, wir befänden uns momentan am Fuße eines gigantischen Berges, in dessen Höhlen wir Zuflucht gefunden haben. Im Osten liegt ein tiefer, bisher unerkundeter Wald, der Westen ist gesäumt mit Schneegebirgen, während vor uns freies Hügelland liegt. Weit im Süden sind wieder hohe Berge zu erkennen. Man könnte beinahe meinen, der Zufall hat uns an einen wunderbar sicheren Ort geführt, an dem wir eine neue Welt aufbauen können.

Doch wie wird es nun weiter gehen mit unserer glorreichen Schule? Der Welt Dol Morguls? Alle blicken zum (sporadisch aufgerichteten) Lager der Schulleitung. Gerüchten zufolge hat sich Monsieur de Lioncourt bei dem Zauber dermaßen verausgabt, dass sein hohes Alter ihn schlagartig eingeholt hat.

Ob sie also Louis Depressionen aussitzen, oder tatsächlich an einer Lösung des Ganzen sitzen, wird sich hoffentlich bald zeigen.

Euer Schandmaul